Ein Gewinner verdreht die Augen, eine bisher unbekannte Partei verliert

28 09 2009

Es ist geschafft. Die Wahl ist vorbei. Viele haben eine Wiederholung der Großen Koalition erwartet. Im Vorfeld hieß es aber schon aus Wahlforscherkreisen, dass es für Schwarz-Gelb reichen wird. Der Wahlabend hatte für mich zwei Höhepunkte – unabhängig vom Ergebnis.

Da war zum einen Oskar Lafontaines Reaktion auf die Rede seines Vorsitzenden-Kollegen Lothar Bisky. Während Bisky sprach, schauten sich Gregor Gysi und Lafontaine an, schmunzelten, und der Linken-Vorsitzende verdrehte die Augen. Ein herrliches Bild. Besonders schön war, dass die Ansprache Biskys gerade in der ARD live zugeschaltet war. Ich finde den entsprechenden Videoausschnitt im Netz leider nicht. Vielleicht hat ja jemand eine Idee. Es ist echt witzig.

Der zweite Höhepunkt hatte mit der Verbreitung der Wahlergebnisse zu tun. Ein Internetportal hat kurz nach den ersten Prognosen das Ergebnis folgendermaßen verkündet.

Die Sache wurde natürlich relativ schnell bereinigt und korrigiert. Es ist auch nicht so schlimm, Fehler passieren. Aber schmunzeln musste man dennoch. Irgendwie unterstreicht dieser Flüchtigkeitsfehler auch die Höhe der Niederlage der SPD.

Mal sehen, wie es nun weitergeht. Hinsichtlich der terroristischen Drohungen, die mit der Bundestagswahl einhergingen, merkt man hier in München seit dem Ergebnis zumindest eine höhere Sicherheitsstufe. Rund im die Theresienwiese, wo Massen das Oktoberfest feiern, ist eine Sicherheitszone eingeführt worden. Eine Menge Polizisten sind unterwegs, sperren die Zufahrt weiträumig ab. Nur Anwohnern und Lieferanten ist der Zugang gewährt. Jedes Auto, jedes Taxi und sogar die öffentlichen Busse werden kontrolliert, die Kofferräume geöffnet, bevor sie sich der Wiesn nähern dürfen.

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