Der Wille gibt den Ausschlag – Ludwigsburg erkämpft sich 98:77-Sieg über Oldenburg.

14 10 2011

Der Ball ist eigentlich schon weg gewesen. Doch der Ludwigsburger Donatas Zavackas stemmt seinen Körper gegen den von Ronnie Burrel – 105 Kilogramm treffen auf 102 – und reißt das Spielgerät wuchtig an sich. Burrells Oldenburger Teamkollege eilt herbei, foult Zavackas, und der Litauer darf an die Freiwurflinie. Danach steht es 65:45, und als wenig später Jerry Green auch noch einen Dunking trifft, lässt sich der Basketball-Bundesligist EnBW Ludwigsburg im zweiten Saisonheimspiel vor 2234 Zuschauern gegen die EWE Baskets aus Oldenburg den zweiten Sieg nicht mehr nehmen – und gewinnt deutlich mit 98:77 (52:34).

„Der Vorsprung ist auch in dieser Höhe okay, weil wir heute die richtige Einstellung hatten“, sagte der Ludwigsburger Trainer Markus Jochum. „Die Intensität hat die ganze Zeit gestimmt, egal wer auf dem Feld stand.“ Sein Team legte mit großem Engagement los, und der Wille, die schwache Vorstellung vom vergangenen Wochenende in Göttingen wiedergutzumachen, war spürbar. Nach vier Minuten führte das Heimteam mit 10:6, hatte bis dahin den Oldenburgern schon zweimal den Ball geklaut und war insgesamt wacher.

Lischka und Co. trafen im Anfangsviertel fünfmal aus der Distanz. Nur in der Verteidigung hatte die Mannschaft Probleme mit den schnellen Angriffen des Meisters aus dem Jahr 2009, sodass die Führung nach dem ersten Durchgang nicht höher ausfiel (32:25). Ludwigsburg ließ auch im Folgeabschnitt nicht locker und kämpfte jetzt auch hinten verbissen. Die Oldenburger konnten sich kaum gute Wurfpositionen erspielen und vergaben daher oft. Zur Halbzeit stand es 52:34 für Ludwigsburg.

Oldenburg kam aggressiver aus der Kabine zurück, doch auch die Ludwigsburger waren fokussiert auf ihre Aufgabe. Die Zuschauer sahen nun ein intensives, gutes Basketballspiel, in dem sich besonders die Gäste häufig nur mit einem Foul zu helfen wussten. Ludwigsburg vergab allerdings zu viele Freiwürfe, und die Differenz blieb bei 18 Punkten (76:58). Im Schlussviertel bauten die Schwaben die Führung dann jedoch weiter aus. Die besten Ludwigsburger Werfer waren Bowler (20 Punkte), Zavackas und Green (je 16). Am Samstag (19.30 Uhr) kommt nun Bremerhaven.

veröffentlicht in der Stuttgarter Zeitung (13. Oktober 2011)

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