Der schwäbische Antreiber

30 05 2011

Achim Seiter ist beim StZ-Lauf nicht aus der Puste gekommen. Dabei war er am Samstag über 240 Minuten auf der Strecke. Und davor zweieinhalb Stunden beim Gesundheitssymposium in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Seiter moderierte am Tag eins des Stuttgarter Laufevents, was das Zeug hielt. In der Halle musste er die Zuhörer in den Vortragspausen unterhalten und informieren, er stellte zudem medizinische Fragen und führte die Referenten ein. Alles auf eine sympathische, lockere Art – und mit schwäbischem Akzent.

In seinem Profil auf der Internetplattform Xing steht unter Sprachen „Deutsch, Schwäbisch manche behaupten auch nur Schwäbisch“. Zumindest bewies sein stetes duzen gegenüber den einzelnen Zuhörern im Saal und später auf des Mercedesstraße nicht das Gegenteil. Aber nach Stuttgart passte das ja auch. Genauso wie Seiters positive und emotionsgeladene Moderation zu einem sportlichen Event wie dem Stuttgarter-Zeitung-Lauf passte. „Das geile Gefühl etwas geschafft zu haben. Die Bequemlichkeit und die Trägheit des ‚in dem Sessel sitzen‘ überwunden zu haben“, schreibt Seiter auf seiner Firmenhomepage und will damit die Bedeutung des Sports unterstreichen.

Spaß und viel Herzblut

Auch der Schwabe selbst hat am Samstag etwas geschafft. Er unterhielt die Eltern und Großeltern am Straßenrand, band sie süffisant in seine Moderation ein, interagierte mit ihnen. Er beschrieb die Mercedesstraße als „schönste Zielgerade“, sprang für die Gespräche mit den Zuschauern über die Absperrung und ballte anschließend die Faust vor lauter Freude, nicht hingefallen zu sein. Als er aufgrund der Verzögerung des Minimarathonstarts kurz auf seinem Tretroller davonrauscht, applaudieren ihm einige Zaungäste zu.

Achim Seiter hat großen Spaß, er moderiert mit viel Herzblut, gibt den Laufinteressierten Tipps vom Gesundheitssymposium weiter, quatscht beim Zieleinlauf des Jolinchen-Laufes die Kinder an und klatscht mit ihnen ab. Dass Antonia während der 800 Meter in den Armen ihres Vaters eingeschlafen ist, macht er als Höhepunkt des Laufes aus, vergisst dabei aber nicht, alle Kids zu loben. Als Finn nach dem Rennen seinen Papa sucht, befördert ihn Seiter kurzerhand zum Kranfahrer, und der Junge wird auf dem Fahrersessel zum kleinen Star mit großen Augen, dessen Traumberuf jetzt vielleicht feststeht.

Achim Seiter erkannte Situationen, informierte, unterhielt, überbrückte, motivierte, belustigte und überdrehte dabei für den ein oder anderen manchmal vielleicht ein bisschen. Eines ist aber gewiss: Ausdauer hat er bewiesen – und dabei auch den richtigen Ton getroffen.

veröffentlicht auf StZ-Online (29. Mai 2011)

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