Mit Leidenschaft zum Erfolg

15 03 2011

Ludwigsburg gewinnt gegen Bonn und hat den Einzug in die Play-offs selbst in der Hand. Der Name John Bowler ist dabei allgegenwärtig.

John Bowler hat gestern Abend etwas Besonderes erlebt. Der Center des Basketball-Bundesligisten EnBW Ludwigsburg hatte beim Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn eine eigene Fanwand. Die Ludwigsburger Anhänger hatten sich für die Partie gegen Bowlers ehemaligen Club überlegt, eine „John-Bowler-Wall“ ins Leben zu rufen. Folglich prangten beim 78:71-(32:30-)Heimsieg, mit dem sich die Schwaben auf Platz acht festsetzten und somit das Erreichen der Endrunde weiterhin selbst in der Hand haben, auf der gesamten Fantribüne an die Tausend Schilder mit dem Namen und der Nummer 42 des US-amerikanischen Centers.

Hochmotiviert gingen aber auch die anderen Ludwigsburger in das Spiel. Schließlich wollten sie einerseits die Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den direkten Play-off-Konkurrenten Trier wiedergutmachen, andererseits gastierte mit Bonn schon der nächste Mitstreiter um Rang acht, den letzten Qualifikationsplatz für die Endrunde. Dementsprechend eng gestalteten sich die ersten beiden Durchgänge vor 3138 Zuschauern in der Ludwigsburger Arena. Mit einem Punkt führte der Gast nach dem ersten Viertel, in die Pause gingen dann die Ludwigsburger mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung.

Bowler eröffnete mit einem Offensivrebound und drei Punkten die zweite Hälfte. In den Folgeminuten konnte sich Ludwigsburg etwas absetzen, Bonn blieb aber dran, kämpfte sich zum Ende des dritten Abschnitts wieder auf vier Zähler heran. Die Spannung blieb. Im Schlussviertel führten die Gastgeber zwischenzeitlich mit elf Punkten, Bonn gab jedoch weiterhin nicht auf. David McCray sorgte dann aber mit drei Treffern aus der Distanz für neun Punkte, und als die Bonner Nic Wise sowie Michael Koch je ein technisches Foul begingen und Ludwigsburgs Spielmacher Jerry Green knapp anderthalb Minuten vor der Schlusssirene drei Freiwürfe zum 71:61 traf, war die Partie entschieden.

„Es ging heute um die Einstellung und nicht um die Taktik“, sagte Ludwigsburgs Trainer Markus Jochum, „und meine Mannschaft hat den Kampf und die Intensität gut aufgenommen.“ Er lobte zudem David McCray. Auch John Bowler zeigte eine ordentliche Leistung, half dem Team – wie meistens – durch seine große Leidenschaft und seine gute Arbeit unter dem Korb. Er machte elf Punkte und holte acht Rebounds. Schon am Freitag werden die Anhänger in Ludwigsburg erneut gefordert sein. Von 19.30 Uhr an gastieren dann die Eisbären aus Bremerhaven.

Unterdessen schaffte der Zweitligist FC Bayern München sieben Spieltage vor dem Saisonende den Aufstieg in die Bundesliga.

veröffentlicht in der Stuttgarter Zeitung (14. März 2011)

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