Gerüste, Müll und andere Widrigkeiten_das Olympiastadion in Kiew, Austragungsort des EM-Finales 2012

2 01 2011

Ein Kollege hat mir vor gut einem Monat freundlicherweise Bilder des Olympiastadions in Kiew geschickt. Er war zur Recherchezwecken in der Ukraine und hat dabei die Fotos gemacht. Das Olympiastadion ist eine der Arenen, in welchen die EM-Endrunde 2012 im Fußball ausgetragen wird. Die Ukraine veranstaltet zusammen mit Polen die nächste Europmeisterschaft. Kiew ist dabei als Austragungsort für drei Vorrundenspiele, ein Viertelfinale und das Endspiel vorgesehen – auch, weil es mit einem Fassungsvermögen um die 70.000 Sitzplätze das größte EM-Stadion sein wird. So weit zumindest der Plan.

Allerdings ist hierfür ein Umbau des 1923 – damals hieß es noch „Rotes Stadion“ – erstmals in Betrieb genommen Stadions nötig, da es nicht den Richtlinien der Uefa als EM-Austragungsstätte enspricht. Dieser Umbau sollte 2010 abgeschlossen sein. Jedoch war bereits im vergangenen April ein Baurückstand von fünf Monaten ausgewiesen worden, Uefa-Präsident Michel Platini drohte den Ausrichtern damals mit der Rücknahme der Vergabe: „Wenn es kein Stadion in Kiew gibt, dann gibt es keine Euro in der Ukraine.“ Wie auf den Bildern zu erkennen ist, halten sich die Fortschritte dennoch in Grenzen. Wie das Stadion nach der Renovierung aussehen soll, seht Ihr auf der HOMEPAGE des zuständigen deutschen Architektenbüros gmp.

Mittlerweile hat die Uefa dennoch alle acht Spielorte (Polen: Warschau, Posen, Danzig, Breslau. Ukraine: Kiew, Donezk, Lwiw, Charkow) bestätigt, und Platini macht nun eher Mut. „Wir sind zuversichtlich, dass alles rechtzeitig fertig wird“, sagte der Franzose. Eine Verlagerung der EM komplett nach Polen oder ein Ausweichen nach Deutschland ist damit sicher passé. Man findet auch kaum aktuellere Nachrichten, die sich mit möglichen Stadionproblemen in der Ukraine befassen. „Auch in Portugal (Austragungsort der EM 2004) wurde im Prinzip alles in letzter Minute erledigt“, vergleicht Martin Kallen, zuständig für die EM 2012 auf Seiten der Uefa, und fügte an: „Es hat alles geklappt, aber wir standen ständig unter Zeitdruck.“ Eine ähnliche Erfahrung macht er nun mit der Ukraine. „Wir haben im Zeitplan aufgeholt. Wir haben immer noch eine Menge Arbeit, wir dürfen uns nicht ausruhen. Aber wir finden unseren Rhythmus“, sagte indes der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch.

Der neue Termin für die Fertigstellung der Modernisierung des Kiewer Olympiastadions ist nun auf Juni 2011 terminiert. Auf der eigenen Stadion-HOMEPAGE zählt ein Countdown bis dahin runter. Dort findet man auch Videos vom Umbau wie dieses. Leider funktioniert das Einbinden rechtemäßig nicht, daher nur per LINK.

Juni 2011, eine ambitionierte Vorgabe. Klappen wird es dennoch, da bin ich mir recht sicher. Zur Not hilft die Uefa nach. Diskussionen um ein Scheitern der Stadion-Um- oder Neubauten (Olympische Spiele in China, Fußball-WM in Südafrika) sind bei sportlichen Großveranstaltungen gefühlt beinahe so alt wie Jopi Heesters. Und am Ende haben alle Veranstalter den Kritikern getrotzt.

Von daher wollte ich mich auch gar nicht bei den Zweiflern einreihen, sondern Euch nur Impressionen vom Finalort der EM 2012 übermitteln. Denn wenn es nach dem Bundestrainer Joachim Löw geht, muss Deutschland dort mal wieder einen Titel gewinnen. Und wen es interessiert, der kann HIER per Webcam die Fortschritte des Endspielstadions sehen, in dem dann Michael Ballack oder Phillip Lahm den EM-Pokal in den Himmel recken sollen.

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