Schmettern im Sitzen_Holger Nikelis, Rollstuhltischtennis Paralympics-Sieger von 2004, über seine Gefühle während und nach seinem Schicksalsschlag

4 01 2010

Aufregend waren sie, die Olympischen Spiele in Peking. Pompös die Eröffnungsfeier. Fabelhaft und zugleich fragwürdig der 100-Meter-Weltrekord von Usian Bolt oder der Siegeszug des US-Amerikaners Michael Phelps durch den blau schimmernden Schwimm-Würfel. Als die Olympioniken das Reich der Mitte verließen, kamen die Gehandicapten zu ihren Paralympischen Spielen. Vom 6. bis 17. September waren die Sportstätten der chinesischen Hauptstadt voll von Blinden, Sportlern mit Prothesen und Rollstuhlfahrerinnen – beinahe 4 000 sprangen, schwammen, schossen und schmetterten in ihrem Paralympics-Wettkampf. 170 Deutsche Athletinnen und Athleten waren am Start. Einer war der Rollstuhl-Tischtennisprofi Holger Nikelis aus Köln. Die Titelverteidigung im Einzelwettbewerb, das war sein Hauptziel – aufgrund einer Krankheit gelang es ihm jedoch nicht, die zweite olympische Goldmedaille in Folge zu gewinnen.

Die Paralympics 2008 waren medial so stark vertreten wie nie zuvor. 100 Stunden zeigten die öffentlich-rechtlichen Sender im deutschen Fernsehen. „Das ist der Knüller“, sagt Holger Nikelis. Dennoch ist der Behindertensport noch längst nicht so angesehen wie der „normale“. Dabei bringen die Paralympioniken neben ihren erstaunlichen sportlichen Leistungen auch persönliche Geschichten mit, die an emotionalen Höchst- und Tiefpunkten kaum zu schlagen sind. Die SportSirene hat während der Paralympics in Peking mit Holger Nikelis Kontakt aufgenommen. Er sprach über seinen tragischen Unfall, die Bedeutung des Sports und die Zukunft von Behinderten-Wettkämpfen.

Wie bewerten Sie Ihr Abschneiden bei den Paralympics 2008 in Peking? Ich habe mein Ziel verfehlt – allerdings durch äußere Einflüsse. In Peking haben mich in der ersten Woche ein Infekt und eine allergische Reaktion auf das verabreichte Antibiotikum aus der Bahn geworfen. Die Nacht vor meinem ersten Wettkampf lag ich noch mit Fieber im Bett. In den Matches hat sich dann gezeigt, dass ich nicht zu 100 Prozent einsatzfähig war, am Ende verließen mich die Kräfte. Ich verlor die ersten beiden Partien jeweils im fünften Satz, somit war ich in der Vorrunde ausgeschieden. Immerhin habe ich das letzte Match 3:0 gewonnen.

Wie war die Stimmung während der Olympischen Spiele der Behinderten? Grandios! Das Interesse war enorm und die Bevölkerung aus Peking zeigte pure Begeisterung. Die Sportstätten waren genauso gut gefüllt wie zuvor bei den Olympics. So etwas habe ich im Behindertensport noch nie erlebt …

… auch nicht in Athen vor vier Jahren? Das war schon ein Unterschied. In Athen war die Bevölkerung zwar auch begeistert von den Spielen, die Zuschauerresonanz allerdings nicht vergleichbar. Man hat gemerkt, dass die Chinesen stolz auf die Spiele sind, und das haben sie auch nach außen gezeigt.

Wie hat Sie die große Zuschauerzahl beeinflusst? Es war schon ungewohnt. Wenn 3 000 bis 4 000 Leute mal Stimmung machen, ist das erstmal anders. Am Fernsehtisch zu spielen, ist noch einmal ein besonderer Faktor, weil man auch noch auf der Großleinwand in der Halle übertragen wird. Aber es ist nicht schlecht …

… und motiviert oder macht eher nervös? Man nimmt diese Stimmung zwar wahr, aber kann es auch schnell wieder ausschalten.

Herrschte in Peking eine Sonderstellung hinsichtlich der Akzeptanz von Behinderten? Ich habe ja nicht den Vergleich zu der „normalen“ Situation, aber während der Spiele war man uns gegenüber sehr offen und auch neugierig. Viele wollten Fotos mit uns machen, weil wir Sportler sind oder Behinderte, oder beides – das kann ich nicht genau sagen. Ich habe mich auf jeden Fall zu keiner Zeit unwohl gefühlt.

Hat sich die Einstellung der Chinesen während der Spiele verändert und wie war sie im Vergleich zu Deutschland? Ich denke nicht, dass sich innerhalb der drei Wochen etwas getan hat. Die Neugier ist bei den Chinesen offensichtlicher. Sie wollen nicht nur gucken, sondern auch Fotos machen – aber ich denke, das ist ohne bösen Hintergedanken, weil es für die Chinesen einfach etwas sehr Besonderes ist. Das Thema Behinderung ist bislang versteckt worden. Ich habe neben den Sportlern wenig Chinesen gesehen, die behindert waren.

Haben Sie oder Ihre Kolleginnen und Kollegen Aktionen gestartet, um für mehr Rechte von Behinderten oder Menschenrechte allgemein zu kämpfen? Dort Höchstleistung zu zeigen, war schon genug, um das Thema Behinderung in China positiv einzubringen.

Bitte beschreiben Sie einmal, was aus Ihrer Sicht bei Ihrem Badeunfall 1995 passiert ist? Nichts Spektakuläres. Ich habe das gemacht, was eigentlich schon jeder bei einem Badeurlaub am Strand einmal gemacht hat. Ich bin in Spanien ins Meer gelaufen und als das Wasser fast bis zur Hüfte ging, bin ich rein gesprungen. Bei diesem Sprung bin ich aus irgendeinem Grund mit dem Kopf auf dem Grund aufgekommen, der sechste Halswirbel wurde zertrümmert und hat dabei das Rückenmark durchtrennt. Ich war direkt bewegungsunfähig und wurde von meiner damaligen Freundin aus dem Wasser gezogen. Ansonsten wäre ich ertrunken. Danach ging es mit dem Rettungswagen ins örtliche Krankenhaus, von da in ein anderes nach Barcelona und schließlich mit dem ADAC-Rückholflieger nach Köln. Dort wurde ich operiert. Zur Rehabilitation bin ich nach Bochum verlegt worden.

Was war Ihr erster Gedanke direkt nach dem Unfall? In dem Moment, als ich am Strand lag, dachte ich: Warte einen Moment, dann wird es wieder besser – ähnlich wie bei anderen Verletzungen, wo man Bewegungen zeitweise gar nicht oder nur unter Schmerzen machen kann.

Was ging Ihnen dann nach der Diagnose durch den Kopf? Die eigentliche Diagnose und Tragweite der Verletzung wurde eigentlich erst im Krankenhaus in Köln gestellt. In den Kliniken in Spanien war es aufgrund der Sprache sehr verwirrend. Außerdem machten die Krankenhäuser dort nicht den besten Eindruck. Man hatte den Anschein, die wissen nicht genau, was zu tun ist. Daher flog ich nach Köln. Die dortigen Spezialisten sollten mich operieren. Diese ganze Zeitspanne habe ich nur halb wahrgenommen, da ich durch Schock und vermutlich auch aufgrund von Medikamenten nicht sehr aufnahmefähig war. Nach der OP kam ich nach Bochum, wo mir erstmals ganz klar gesagt wurde, was passiert ist und wie sich das im Speziellen auswirkt. Neben den Dingen, die nicht mehrgehen, sagten mir die Ärzte auch gleich, was ich weiterhin machen kann, Autofahren oder Arbeiten beispielsweise. Die Diagnose war zwar schockierend, hat gleichzeitig aber auch Hoffnung gemacht und einen positiveren Blick in die Zukunft gegeben …

… und hat welche Emotionen in Ihnen hervorgerufen? Es ist lange her und die Erinnerung an diesen Moment ist nicht mehr so genau vorhanden. Ich weiß aber noch, dass mir zu diesem Zeitpunkt klar war, dass ich mit dem alten Leben abschließen muss und mich auf die Prognose der Ärzte konzentrieren werde. Das heißt: Versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und die noch vorhandenen
Restmöglichkeiten auszuschöpfen. Ich glaube, ich sagte damals zu meinen Eltern: „Jetzt erst recht.“

Ganz direkt gefragt, haben Sie auch an Selbstmord gedacht oder jemand anderen für den Schicksalsschlag verantwortlich gemacht? Nein.

Wie war Ihre Gefühlslage in den ersten Wochen nach dem Unfall? Ich hatte ein sehr positives Umfeld. Alle – Familie, Freunde, Therapeuten, Ärzte, Klinikpersonal – vermittelten Normalität und verhielten sich positiv und optimistisch, sodass keine negativen Gefühle aufkamen. Zudem war der therapeutische Zeitplan sehr voll und ich eigentlich den ganzen Tag mit Reha-Einheiten beschäftigt. Ich hatte daher wenig Zeit, mir über anderes Gedanken zu machen und bin abends in der Regel auch direkt eingeschlafen, weil ich todmüde war. Das ständige Zusammensein im Vier-Bett-Zimmer mit den anderen Patienten, die ähnliche Verletzungen hatten, bewirkte zusätzlich, dass keine negativen Gefühle aufkamen. Die waren alle sehr humorvoll und locker, es entstand eine angenehme Atmosphäre. Das baute einen selbst auf und wir halfen uns so gegenseitig.

Welche Rolle hat der Sport in dieser Zeit für Sie gespielt? Vor dem Unfall war ich sportlich sehr aktiv. Ich habe Tischtennis und Tennis gespielt und mehrfach die Woche trainiert. Nach dem Unfalldachte ich zuerst überhaupt nicht mehr an Sport. Doch Sport wurde intensiv in der Reha eingesetzt. Das war hilfreich für die Verbesserung der körperlichen Situation.

Wer oder auch was hat Ihnen zudem geholfen? Sehr wichtig für mich war meine Familie, die mir gegenüber immer positiv war. So hatte ich eigentlich jeden Tag Besuch und konnte mich austauschen. Weiter war der Kontakt mit anderen Patienten, auch mit denjenigen, die schon seit mehreren Jahren mit der Behinderung gelebt hatten, sehr hilfreich. Da konnte man sehen, was trotz des Handicaps alles möglich ist. Es gab wertvolle Tipps und Ratschläge für den Alltag, die Ärzte und Therapeuten nicht geben können.

Inwiefern haben Sie sich als Mensch und als Sportler verändert? Schwer zu sagen. Zum Zeitpunkt des Unfalls war ich 17 und somit noch in der Entwicklung. Ohne den Unfall und die neue Lebenssituation hätte ich mich aber sicherlich in eine andere Richtung entwickelt. Inwiefern, ist Spekulation. Der Sport war jedenfalls ein wichtiger Faktor, da er eine Menge an Erfahrung, Selbstbewusstsein und andere Perspektiven mit sich brachte.

Beschreiben Sie einmal Ihre Lebensphilosophie? Viel zu beschreiben gibt es da nicht. Ich würde mich generell als Optimisten bezeichnen, da ich immer erst das Positive sehe und nicht vorzeitig aufgebe, sondern immer umzusetzen versuche, was ich mir vorgenommen habe.

Welche emotionalen Höhen und Tiefen folgen aus Ihrer Behinderung und der Abhängigkeit vom Rollstuhl? Sicherlich gibt es immer Situationen im Alltag, wo man aktiv – öfter aber passiv – seine Abhängigkeit erfährt. Da ich die Situation, auf den Rollstuhl angewiesen zu sein, aber akzeptiert habe, und dies so nun mal mein neues Leben ist, mache ich mir keine größeren Gedanken. Ich versuche vielmehr, die Situation mit meinen Möglichkeiten zu meistern.

Wäre für Sie auch eine andere Rollstuhlsportart in Frage gekommen? Nein, da ich schon seit meiner Kindheit Tischtennis gespielt habe.

Weltranglistenzweiter und 1/2-maliger Paralympicssieger im Rollstuhltischtennis – machen Sie einmal Werbung für Ihren Sport? Tischtennis ist ein spannender und schneller Sport, bei dem neben Kondition und Schnelligkeit vor allem Taktik eine große Rolle spielt. Es gibt ein passendes Zitat: „Tischtennis ist wie wenn man während einem 100 Meter Lauf eine Partie Schach spielen würde.“ Es eignet sich auch besonders gut als integrative Sportart und für den Breitensowie Freizeitsport. Tischtennis kann man ohne großen Aufwand
und Platzbedarf spielen.

Sind Sie denn eigentlich während einer Partie schon einmal mit Ihrem Rollstuhl umgeflogen? Nein, zum Glück nicht. Allerdings bin ich vor ein paar Monaten während der Vorbereitung auf die Paralympics in der Freizeit mit dem Rollstuhl rückwärts umgeflogen …

… und haben sich dabei verletzt? Das war sehr unangenehm. Ich hatte eine Platzwunde am Hinterkopf, die genäht werden musste, sowie eine leichte Gehirnerschütterung. Aus diesem Grund durfte ich zwei Wochen nicht trainieren, was natürlich überhaupt nicht in meine Planung gepasst hatte.

Was war Ihr schönster Moment in Ihrer bisherigen Karriere als Rollstuhl-Tischtennisspieler? Einen schönsten gibt es konkret nicht. In schöner Erinnerung bleiben die Momente der größten Erfolge. Der Sieg bei den Paralympics in Athen 2004 und bei der Weltmeisterschaft 2006 in der Schweiz. Aber auch mein erster großer Titel, der Sieg bei der Europameisterschaft 2001 im eigenen Land, bleibt in Erinnerung …

… bestimmt genauso wie Ihr schwärzester Karrieremoment? Schlimm ist es – und das kam schon öfter vor – bei Großereignissen bereits im Halbfinale oder früher gegen den eigenen Landsmann, mit dem man sonst Seite an Seite im Teamwettkampf startet, spielen
zu müssen. Denn dann ist klar, dass man dem anderen die Chance auf eine Medaille nehmen muss, um zu gewinnen.

100 Stunden haben ARD und ZDF insgesamt von den Paralympics 2008 gesendet. Was sagen Sie dazu? Das ist der Knüller, eine enorme Steigerung im Vergleich zu Athen. Es wurde sogar live übertragen. Peking war prima, aber jeder weiß auch, dass die Übertragung für die nächsten zwei bis vier Jahre wieder zurückgeht …

… was Sie inwieweit zum Kotzen finden? Naja, wenn es über den Weltmeister im Treppenlaufen einen Zwei-Minuten-Beitrag gibt und über uns außerhalb der Großevents nichts, dann ist das schon sehr komisch.


Es gibt sicherlich positive wie negative Anekdoten aus Ihrem Lebenals Rollstuhlfahrer. Erzählen Sie uns doch bitte die jeweils besten.
Auch hier gibt es nicht die positivste beziehungsweise negativste. Positiv ist, dass ich vermutlich durch den Rollstuhl einen ganz anderen Lebensweg eingeschlagen habe, der mir so sonst nie möglich gewesen wäre. Ich kann die ganze Welt bereisen, habe Erfolge und Anerkennung im Sport und treffe ständig nette und interessante Menschen. Negativ sind generell Rückschläge im Leben, die ich allerdings nicht auf den Rollstuhl zurückführen würde.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Zukunft? Im Einklang mit Sport und Beruf eine gesicherte Zukunft zu haben. Finanziell auf der sicheren Seite zu sein, um dann eine Familie zu gründen – und das alles am liebsten bei bester Gesundheit.

Und was Ihre Wünsche für das Rollstuhl-Tischtennis? Für mich persönlich wäre es toll, weiterhin erfolgreich zu sein und optimale Bedingungen im Umfeld für die nächsten vier Jahre bis zu den Paralympics in London zu haben. Für den Sport wünsche ich mir eine weitere Professionalisierung in der Tischtennis-Szene und mehr Medieninteresse, um die Attraktivität dieser Sportart vermitteln zu können.

Was sollte Ihrer Meinung nach geschehen, um mehr Zuschauer und Sportler für den Behindertensport zu begeistern? Die Präsentation unserer Wettkämpfe muss verbessert werden, damit sie für Zuschauer und Medien interessanter werden. Die Aufklärung über die Behinderungen und die Besonderheiten der Sportarten ist dabei ganz wichtig. Der Behindertensport muss noch mehr als Leistungssport von Menschen mit Behinderung vermittelt werden. Nur so können sich Vorbilder entwickeln, die auch andere Sportler animieren und Zuschauer binden können. Ich denke, so ein Event wie die Paralympics zeigt, dass das möglich ist, wenn das Ganze professionell und auf dem gleichen Level wie bei den Nicht-Behinderten angegangen wird.

Herr Nikelis, vielen Dank.

Zur Person: Holger Nikelis wurde am 15. Januar 1978 in Köln geboren. Der erlernte Fachinformatiker brach sich 1995 bei einem Sprung aus hüfttiefem Wasser ins Meer den sechsten Halswirbel, seine Beine sind seither komplett, die Arme eingeschränkt gelähmt. Schon vor seinem Handicap spielte der 30-Jährige Tischtennis – seitdem er im Rollstuhl sitzt jedoch aus einer anderen Perspektive. 1997 bestritt er seinen ersten nationalen Wettkampf im Rollstuhl-Tischtennis, zwei Jahre später tauchte er international auf. Seit 2001 ist Nikelis Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Der Weltranglisten-Zweite startet für den RSC Köln. Drei Mal war er bereits Einzeleuropameister im Rollstuhl-Tischtennis, zudem zwei Mal mit dem Team. Nikelis wurde 2006 Weltmeister im Einzel und Zweiter mit der Mannschaft. Sein bislang größter Erfolg war die Goldmedaille im Einzelwettbewerb der Paralympics 2004 in Athen. Mit der Titelverteidigung klappte es in Peking aber nicht, er schied in der Vorrunde aus. Holger Nikelis ist Träger des Silbernen Lorbeerblatts und wurde 2006 Sportler des Jahres seiner Heimatstadt Köln. Neben dem Sport engagiert er sich für Projekte, die Vorurteile abbauen und die Integration von Menschen mit Behinderung fördern, insbesondere bei Kindern. Der Rollstuhl-Tischtennisprofi setzt sich als Mitglied des „Athletes with High Support Needs Committee“ für Sportler mit hohem Hilfebedarf ein und ermunterte als Botschafter der „BG-Kliniktour 2008“ deutschlandweit Patienten, die sich nach ihrem Unfall mit ihrer Behinderung abfinden mussten und noch stationär behandelt wurden. Außerdem ist Nikelis Kurator der „Stiftung zur Förderung der Integration durch Mobilität“ und Mitglied im Verein „Sportler für Organspende“.

veröffentlicht im Magazin Sportsirene (2, Oktober 2008)

Wie bewerten Sie Ihr Abschneiden bei den Paralympics 2008 in
Peking?
Ich habe mein Ziel verfehlt – allerdings durch äußere Einflüsse. In
Peking haben mich in der ersten Woche ein Infekt und eine allergische
Reaktion auf das verabreichte Antibiotikum aus der Bahn geworfen.
Die Nacht vor meinem ersten Wettkampf lag ich noch mit
Fieber im Bett. In den Matches hat sich dann gezeigt, dass ich nicht
zu 100 Prozent einsatzfähig war, am Ende verließen mich die Kräfte.
Ich verlor die ersten beiden Partien jeweils im fünften Satz, somit
war ich in der Vorrunde ausgeschieden. Immerhin habe ich das
letzte Match 3:0 gewonnen.
Wie war die Stimmung während der Olympischen Spiele
der Behinderten?
Grandios! Das Interesse war enorm und die Bevölkerung aus Peking
zeigte pure Begeisterung. Die Sportstätten waren genauso gut gefüllt
wie zuvor bei den Olympics. So etwas habe ich im Behindertensport
noch nie erlebt …
… auch nicht in Athen vor vier Jahren?
Das war schon ein Unterschied. In Athen war die Bevölkerung zwar
auch begeistert von den Spielen, die Zuschauerresonanz allerdings
nicht vergleichbar. Man hat gemerkt, dass die Chinesen stolz auf die
Spiele sind, und das haben sie auch nach außen gezeigt.
Wie hat Sie die große Zuschauerzahl beeinflusst?
Es war schon ungewohnt. Wenn 3 000 bis 4 000 Leute mal Stimmung
machen, ist das erstmal anders. Am Fernsehtisch zu spielen, ist noch
einmal ein besonderer Faktor, weil man auch noch auf der Großleinwand
in der Halle übertragen wird. Aber es ist nicht schlecht …
… und motiviert oder macht eher nervös?
Man nimmt diese Stimmung zwar wahr, aber kann es auch schnell
wieder ausschalten.
Herrschte in Peking eine Sonderstellung hinsichtlich der Akzeptanz
von Behinderten?
Ich habe ja nicht den Vergleich zu der „normalen“ Situation, aber
während der Spiele war man uns gegenüber sehr offen und auch
neugierig. Viele wollten Fotos mit uns machen, weil wir Sportler
sind oder Behinderte, oder beides – das kann ich nicht genau sagen.
Ich habe mich auf jeden Fall zu keiner Zeit unwohl gefühlt.
Hat sich die Einstellung der Chinesen während der Spiele verändert
und wie war sie im Vergleich zu Deutschland?
Ich denke nicht, dass sich innerhalb der drei Wochen etwas getan
hat. Die Neugier ist bei den Chinesen offensichtlicher. Sie wollen
Interview: Fabian Schmidt
Nein.
Wie war Ihre Gefühlslage in den ersten Wochen nach dem Unfall?
Ich hatte ein sehr positives Umfeld. Alle – Familie, Freunde, Therapeuten,
Ärzte, Klinikpersonal – vermittelten Normalität und verhielten
sich positiv und optimistisch, sodass keine negativen Gefühle
aufkamen. Zudem war der therapeutische Zeitplan sehr voll
und ich eigentlich den ganzen Tag mit Reha-Einheiten beschäftigt.
Ich hatte daher wenig Zeit, mir über anderes Gedanken zu machen
und bin abends in der Regel auch direkt eingeschlafen, weil ich
todmüde war. Das ständige Zusammensein im Vier-Bett-Zimmer mit
den anderen Patienten, die ähnliche Verletzungen hatten, bewirkte
zusätzlich, dass keine negativen Gefühle aufkamen. Die waren alle
sehr humorvoll und locker, es entstand eine angenehme Atmosphäre.
Das baute einen selbst auf und wir halfen uns so gegenseitig.
Welche Rolle hat der Sport in dieser Zeit für Sie gespielt?
Vor dem Unfall war ich sportlich sehr aktiv. Ich habe Tischtennis und
Tennis gespielt und mehrfach die Woche trainiert. Nach dem Unfall
dachte ich zuerst überhaupt nicht mehr an Sport. Doch Sport wurde
intensiv in der Reha eingesetzt. Das war hilfreich für die Verbesserung
der körperlichen Situation.
Wer oder auch was hat Ihnen zudem geholfen?
Sehr wichtig für mich war meine Familie, die mir gegenüber immer
positiv war. So hatte ich eigentlich jeden Tag Besuch und konnte mich
austauschen. Weiter war der Kontakt mit anderen Patienten, auch mit
denjenigen, die schon seit mehreren Jahren mit der Behinderung
gelebt hatten, sehr hilfreich. Da konnte man sehen, was trotz des
Handicaps alles möglich ist. Es gab wertvolle Tipps und Ratschläge
für den Alltag, die Ärzte und Therapeuten nicht geben können.
Inwiefern haben Sie sich als Mensch und als Sportler verändert?
Schwer zu sagen. Zum Zeitpunkt des Unfalls war ich 17 und somit
noch in der Entwicklung. Ohne den Unfall und die neue Lebenssituation
hätte ich mich aber sicherlich in eine andere Richtung entwickelt.
Inwiefern, ist Spekulation. Der Sport war jedenfalls ein wichtiger
Faktor, da er eine Menge an Erfahrung, Selbstbewusstsein und
andere Perspektiven mit sich brachte.
nicht nur gucken, sondern auch Fotos machen – aber ich denke,
das ist ohne bösen Hintergedanken, weil es für die Chinesen einfach
etwas sehr Besonderes ist. Das Thema Behinderung ist bislang
versteckt worden. Ich habe neben den Sportlern wenig Chinesen
gesehen, die behindert waren.
Haben Sie oder Ihre Kolleginnen und Kollegen Aktionen gestartet,
um für mehr Rechte von Behinderten oder Menschenrechte allgemein
zu kämpfen?
Dort Höchstleistung zu zeigen, war schon genug, um das Thema Behinderung
in China positiv einzubringen.
Bitte beschreiben Sie einmal, was aus Ihrer Sicht bei Ihrem Badeunfall
1995 passiert ist?
Nichts Spektakuläres. Ich habe das gemacht, was eigentlich schon
jeder bei einem Badeurlaub am Strand einmal gemacht hat. Ich bin
in Spanien ins Meer gelaufen und als das Wasser fast bis zur Hüfte
ging, bin ich rein gesprungen. Bei diesem Sprung bin ich aus
irgendeinem Grund mit dem Kopf auf dem Grund aufgekommen,
der sechste Halswirbel wurde zertrümmert und hat dabei das Rückenmark
durchtrennt. Ich war direkt bewegungsunfähig und wurde
von meiner damaligen Freundin aus dem Wasser gezogen. Ansonsten
wäre ich ertrunken. Danach ging es mit dem Rettungswagen
ins örtliche Krankenhaus, von da in ein anderes nach Barcelona und
schließlich mit dem ADAC-Rückholflieger nach Köln. Dort wurde ich
operiert. Zur Rehabilitation bin ich nach Bochum verlegt worden.
Was war Ihr erster Gedanke direkt nach dem Unfall?
In dem Moment, als ich am Strand lag, dachte ich: Warte einen Moment,
dann wird es wieder besser – ähnlich wie bei anderen Verletzungen,
wo man Bewegungen zeitweise gar nicht oder nur unter
Schmerzen machen kann.
Was ging Ihnen dann nach der Diagnose durch den Kopf?
Die eigentliche Diagnose und Tragweite der Verletzung wurde
eigentlich erst im Krankenhaus in Köln gestellt. In den Kliniken in
Spanien war es aufgrund der Sprache sehr verwirrend. Außerdem
machten die Krankenhäuser dort nicht den besten Eindruck. Man
hatte den Anschein, die wissen nicht genau, was zu tun ist. Daher
flog ich nach Köln. Die dortigen Spezialisten sollten mich operieren.
Diese ganze Zeitspanne habe ich nur halb wahrgenommen, da
ich durch Schock und vermutlich auch aufgrund von Medikamenten
nicht sehr aufnahmefähig war. Nach der OP kam ich nach Bochum,
wo mir erstmals ganz klar gesagt wurde, was passiert ist und wie
sich das im Speziellen auswirkt. Neben den Dingen, die nicht mehr
gehen, sagten mir die Ärzte auch gleich, was ich weiterhin machen
kann, Autofahren oder Arbeiten beispielsweise. Die Diagnose war
zwar schockierend, hat gleichzeitig aber auch Hoffnung gemacht
und einen positiveren Blick in die Zukunft gegeben …
… und hat welche Emotionen in Ihnen hervorgerufen?
Es ist lange her und die Erinnerung an diesen Moment ist nicht mehr
so genau vorhanden. Ich weiß aber noch, dass mir zu diesem Zeitpunkt
klar war, dass ich mit dem alten Leben abschließen muss und
mich auf die Prognose der Ärzte konzentrieren werde. Das heißt:
Versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und die noch vorhandenen
Restmöglichkeiten auszuschöpfen. Ich glaube, ich sagte
damals zu meinen Eltern: „Jetzt erst recht.“
Ganz direkt gefragt, haben Sie auch an Selbstmord gedacht oder
jemand anderen für den Schicksalsschlag verantwortlich gemacht?
Die Chinesen waren stolz auf ihre Spiele: Paralympics-Teilnehmer
Holger Nikelis (rechts) im Doppel mit Otto Vilsmaier gegen Frankreich
Die Paralympics 2008 waren medial so stark vertreten wie nie zuvor. 100 Stunden zeigten die öffentlich-rechtlichen Sender im
deutschen Fernsehen. „Das ist der Knüller“, sagt Holger Nikelis. Dennoch ist der Behindertensport noch längst nicht so angesehen
wie der „normale“. Dabei bringen die Paralympioniken neben ihren erstaunlichen sportlichen Leistungen auch persönliche
Geschichten mit, die an emotionalen Höchst- und Tiefpunkten kaum zu schlagen sind. Die SportSirene hat während der Paralympics
in Peking mit Holger Nikelis Kontakt aufgenommen. Er sprach über seinen tragischen Unfall, die Bedeutung des Sports und die
Zukunft von Behinderten-Wettkämpfen.
»Ich bin in Spanien ins Meer gelaufen
und als das Wasser fast bis zur Hüfte
ging, bin ich rein gesprungen.«
»Ich glaube, ich sagte damals zu
meinen Eltern: ‚Jetzt erst recht.‘«
»Nach dem Unfall dachte ich zuerst
überhaupt nicht mehr an Sport.«
SportSirene 02|2008 MENSCHEN
Holger Nikelis wurde am 15. Januar 1978 in Köln geboren. Der erlernte Fachinformatiker
brach sich 1995 bei einem Sprung aus hüfttiefem Wasser ins Meer den sechsten
Halswirbel, seine Beine sind seither komplett, die Arme eingeschränkt gelähmt. Schon vor
seinem Handicap spielte der 30-Jährige Tischtennis – seitdem er im Rollstuhl sitzt jedoch
aus einer anderen Perspektive. 1997 bestritt er seinen ersten nationalen Wettkampf im
Rollstuhl-Tischtennis, zwei Jahre später tauchte er international auf. Seit 2001 ist Nikelis
Mitglied der deutschen Nationalmannschaft.
Der Weltranglisten-Zweite startet für den RSC Köln. Drei Mal war er bereits Einzeleuropameister
im Rollstuhl-Tischtennis, zudem zwei Mal mit dem Team. Nikelis wurde 2006
Weltmeister im Einzel und Zweiter mit der Mannschaft. Sein bislang größter Erfolg war die
Goldmedaille im Einzelwettbewerb der Paralympics 2004 in Athen. Mit der Titelverteidigung
klappte es in Peking aber nicht, er schied in der Vorrunde aus.
Holger Nikelis ist Träger des Silbernen Lorbeerblatts und wurde 2006 Sportler des Jahres
seiner Heimatstadt Köln. Neben dem Sport engagiert er sich für Projekte, die Vorurteile
abbauen und die Integration von Menschen mit Behinderung fördern, insbesondere bei Kindern.
Der Rollstuhl-Tischtennisprofi setzt sich als Mitglied des „Athletes with High Support
Needs Committee“ für Sportler mit hohem Hilfebedarf ein und ermunterte als Botschafter
der „BG-Kliniktour 2008“ deutschlandweit Patienten, die sich nach ihrem Unfall mit ihrer
Behinderung abfinden mussten und noch stationär behandelt wurden. Außerdem ist Nikelis
Kurator der „Stiftung zur Förderung der Integration durch Mobilität“ und Mitglied im Verein
„Sportler für Organspende“.
Zur Person
Beschreiben Sie einmal Ihre Lebensphilosophie?
Viel zu beschreiben gibt es da nicht. Ich würde mich generell als
Optimisten bezeichnen, da ich immer erst das Positive sehe und
nicht vorzeitig aufgebe, sondern immer umzusetzen versuche, was
ich mir vorgenommen habe.
Welche emotionalen Höhen und Tiefen folgen aus Ihrer Behinderung
und der Abhängigkeit vom Rollstuhl?
Sicherlich gibt es immer Situationen im Alltag, wo man aktiv – öfter
aber passiv – seine Abhängigkeit erfährt. Da ich die Situation, auf
den Rollstuhl angewiesen zu sein, aber akzeptiert habe, und dies
so nun mal mein neues Leben ist, mache ich mir keine größeren
Gedanken. Ich versuche vielmehr, die Situation mit meinen Möglichkeiten
zu meistern.
Wäre für Sie auch eine andere Rollstuhlsportart in Frage gekommen?
Nein, da ich schon seit meiner Kindheit Tischtennis gespielt habe.
Weltranglistenzweiter und 1/2-maliger Paralympicssieger im Rollstuhltischtennis
– machen Sie einmal Werbung für Ihren Sport?
Tischtennis ist ein spannender und schneller Sport, bei dem neben
Kondition und Schnelligkeit vor allem Taktik eine große Rolle spielt.
Es gibt ein passendes Zitat: „Tischtennis ist wie wenn man während
einem 100 Meter Lauf eine Partie Schach spielen würde.“ Es eignet
sich auch besonders gut als integrative Sportart und für den Breitensowie
Freizeitsport. Tischtennis kann man ohne großen Aufwand
und Platzbedarf spielen.
Sind Sie denn eigentlich während einer Partie schon einmal mit Ihrem
Rollstuhl umgeflogen?
Nein, zum Glück nicht. Allerdings bin ich vor ein paar Monaten während
der Vorbereitung auf die Paralympics in der Freizeit mit dem
Rollstuhl rückwärts umgeflogen …
… und haben sich dabei verletzt?
Das war sehr unangenehm. Ich hatte eine Platzwunde am Hinterkopf,
die genäht werden musste, sowie eine leichte Gehirnerschütterung.
Aus diesem Grund durfte ich zwei Wochen nicht trainieren,
was natürlich überhaupt nicht in meine Planung gepasst hatte.
Was war Ihr schönster Moment in Ihrer bisherigen Karriere als Rollstuhl-
Tischtennisspieler?
Einen schönsten gibt es konkret nicht. In schöner Erinnerung bleiben
die Momente der größten Erfolge. Der Sieg bei den Paralympics in
Athen 2004 und bei der Weltmeisterschaft 2006 in der Schweiz. Aber
auch mein erster großer Titel, der Sieg bei der Europameisterschaft
2001 im eigenen Land, bleibt in Erinnerung …
… bestimmt genauso wie Ihr schwärzester Karrieremoment?
Schlimm ist es – und das kam schon öfter vor – bei Großereignissen
bereits im Halbfinale oder früher gegen den eigenen Landsmann,
mit dem man sonst Seite an Seite im Teamwettkampf startet, spielen
zu müssen. Denn dann ist klar, dass man dem anderen die Chance
auf eine Medaille nehmen muss, um zu gewinnen.
100 Stunden haben ARD und ZDF insgesamt von den Paralympics
2008 gesendet. Was sagen Sie dazu?
Das ist der Knüller, eine enorme Steigerung im Vergleich zu Athen.
Es wurde sogar live übertragen. Peking war prima, aber jeder weiß
auch, dass die Übertragung für die nächsten zwei bis vier Jahre wieder
zurückgeht …
… was Sie inwieweit zum Kotzen finden?
Naja, wenn es über den Weltmeister im Treppenlaufen einen Zwei-
Minuten-Beitrag gibt und über uns außerhalb der Großevents nichts,
dann ist das schon sehr komisch.
Es gibt sicherlich positive wie negative Anekdoten aus Ihrem Leben
als Rollstuhlfahrer. Erzählen Sie uns doch bitte die jeweils besten.
Auch hier gibt es nicht die positivste beziehungsweise negativste.
Positiv ist, dass ich vermutlich durch den Rollstuhl einen ganz anderen
Lebensweg eingeschlagen habe, der mir so sonst nie möglich
gewesen wäre. Ich kann die ganze Welt bereisen, habe Erfolge
und Anerkennung im Sport und treffe ständig nette und interessante
Menschen. Negativ sind generell Rückschläge im Leben, die ich allerdings
nicht auf den Rollstuhl zurückführen würde.
Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Zukunft?
Im Einklang mit Sport und Beruf eine gesicherte Zukunft zu haben.
Finanziell auf der sicheren Seite zu sein, um dann eine Familie zu
gründen – und das alles am liebsten bei bester Gesundheit.
Und was Ihre Wünsche für das Rollstuhl-Tischtennis?
Für mich persönlich wäre es toll, weiterhin erfolgreich zu sein und
optimale Bedingungen im Umfeld für die nächsten vier Jahre bis zu
den Paralympics in London zu haben. Für den Sport wünsche ich
mir eine weitere Professionalisierung in der Tischtennis-Szene und
mehr Medieninteresse, um die Attraktivität dieser Sportart vermitteln
zu können.
Was sollte Ihrer Meinung nach geschehen, um mehr Zuschauer und
Sportler für den Behindertensport zu begeistern?
Die Präsentation unserer Wettkämpfe muss verbessert werden,
damit sie für Zuschauer und Medien interessanter werden. Die
Aufklärung über die Behinderungen und die Besonderheiten der
Sportarten ist dabei ganz wichtig. Der Behindertensport muss noch
mehr als Leistungssport von Menschen mit Behinderung vermittelt
werden. Nur so können sich Vorbilder entwickeln, die auch andere
Sportler animieren und Zuschauer binden können. Ich denke, so
ein Event wie die Paralympics zeigt, dass das möglich ist, wenn das
Ganze professionell und auf dem gleichen Level wie bei den Nicht-
Behinderten angegangen wird.
Herr Nikelis, vielen Dank.
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