Deutschland ist dabei_Fußballer qualifizieren sich für die WM in Südafrika

10 10 2009

Es ist viel gesprochen worden vor dem vorentscheidenden WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft in Russland. Das Spiel des Jahres, die wichtigste Partie, etc. Da passte es, dass beim deutschen Abschlusstraining – offiziell nach 15 Minuten unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Medien – eine kleine Kamera vom russischen Fernsehen länger mitfilmte. Ein weiterer Spannungspunkt. Dementsprechend war die Stimmung vor dem Anpfiff. Das ZDF schaltete sogar live zum Einlauf der Russen zum Aufwärmen. Da war es schon laut im Luzhniki-Stadion in Moskau, obwohl die 75.000 Zuschauer noch nicht annähernd da waren. Bei der deutschen Nationalhymne hörte der Fernsehzuschauer dann auch viele Pfiffe. Angesichts dieser Emotionen waren die Deutschen vielleicht sogar noch motivierter, die Vorgabe von Bundestrainer Joachim Löw umzusetzen. Das Spiel gestalten und nicht nur verwalten forderte dieser – auch bei einer eventuellen Führung. Die 2:0-Führung im Hinspiel wurde schließlich auch noch einmal knapp.

In den ersten 25 Minuten hielt Deutschland dem Druck ordentlich stand. Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile und die ein oder andere kleine Möglichkeit. Aber die größte Chance hatte dann Russland. Doch Mittelfeldmann Vladimir Bystrov scheiterte an René Adler (29.). Nach zehn Minuten druckvollerem Fußball von Russland dämpften die Deutschen in der 35. Minute deren Offensivdrang. Nach einem schönen Spielzug steckte Lukas Podolski auf Mesut Özul durch, der mit Übersicht in die Mitte passte und Miroslav Klose traf zum 1:0. Russland spielte danach noch ein bisschen zwingender, drängte gewillter in Richtung deutsches Tor. Das DFB-Team hielt aber bis zur Halbzeit stand. Der Kunstrasen machte offensichtlich keine Probleme.

In der Halbzeitpause erhöhte sich die Einschaltquote von Eurosport sicherlich wieder etwas. Parallel spielte die deutsche U20-Nationalmannschaft gegen Brasilien um den Einzug ins WM-Halbfinale in Ägypten. Besser hätten sich die Nachwuchskicker den Zeitpunkt für ihre Führung auch nicht aussuchen können. Genau in der Halbzeitpause der Großen erzielte der Schalker Lewis Holtby mit seinem zweiten Turniertor per Kopf die Führung (73.). Deutschland sollte dann aber in der 88. Minute noch den Ausgleich kriegen und zu Beginn der Verlängerung auch noch das 1:2. Ein Elfmeter wurden ihnen dabei auch noch verwehrt. Der dritte internationale Turniererfolg (2008 – U19-Europameister, 2009 – U21 Europameister) des Trainers Horst Rubesch wird also nichts.

Auffallend zu Beginn der zweiten Hälfte war vor allem der Tanz von Joachim Löw in der 51. Minute. Der Trainer grantelte und hüpfte wild an der Außenlinie. So ganz konnte man nicht zuordnen warum, vielleicht war er mit einem halblebig wirkenden Laufduell von Jerome Boateng nicht zufrieden. Oder er spürte den aufkeimenden Druck des russischen Teams. Die Anfangsminuten der zweiten Hälfte gehörten klar den Russen. Die Fans wurden dementsprechend lauter. Am knappsten war nach einer Seitfallziehereinlage der Russen der Seitflugschuss von Bystrov, der knapp über die Latte strich (56.). Özil hätte aber fast die passende Antwort parat gehabt, zielte zwei Minuten später noch etwas genauer, traf die Latte und bremste den russischen Drang damit etwas ab.

In der 63. Minute hatten die Deutschen dann aber Glück, dass bei einer identischen Situation wie beim 1:0 der Querpass in den Strafraum keinen russischen Abnehmer fand. Russland machte jetzt Druck, musste es natürlich auch. 69. Minute: Gelb-Rot für den Debütanten. Erneut grätscht der Hamburger Boateng kurz vor dem Strafraum und fliegt dafür verdient vom Platz. Schade. Vier Minuten später rechtfertigt Adler erneut seinen Platz im Tor und pariert klasse gegen Igor Semshov. Die Deutschen sind aber nicht nur in der Defensive parat, Michael Ballack köpfte in der 74. Minute knapp neben das Tor.

Der situationsbedingte Sturmlauf der Russen führte zu keinem Erfolg. DFB-Kapitän Michael Ballack schoss in der 86.Minute hingegen sogar noch knapp neben das Tor. Deutschland war immer präsent und hatte noch die ein oder andere Chance. In der 88. Minute hatten die Deutschen nach einer Grätsche vom eingewechselten Arne Friedrich jedoch Glück, dass der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca nicht auf Elfmeter entscheid. Ganz astrein war die Aktion nicht.

Fazit: Deutschland hatte keine Probleme mit dem Kunstrasen, spielte vor allem in der ersten Hälfte wie ein Tabellenführer, hatte aber – vor allem nach dem Platzverweis von Boateng – Glück und einen guten René Adler im Tor. Unterm Strich ist aber nur eines wichtig: Deutschland hat sich für die Weltmeisterschaft in Südafrika im Juni und Juli 2010 qualifiziert – schon vor dem letzten Qualifikationsspiel gegen Finnland.

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2 responses

1 11 2009
Franz

Vielen Dank für den bombastischen Post. Ich war letzte Woche schon einmal auf dem Blog hier. Mal sehen, unter umständen weist mich die Suchmaschine ja noch einmal hier her.

1 11 2009
fabischmidt

danke.

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