Pimp my Knight_Neuauflage der hasselhoffschen Kultserie gestartet

8 10 2009

Michael Moorstedt hat heute in der Süddeutschen Zeitung der Neuauflage von Michael Knight und Kitt ein eher mittelmäßiges Zeugnis erteilt. Der Pilotfilm zur Sendung lief am Abend auf RTL und bestätigt in meinen Augen Moorstedts Meinung in einigen Punkten. Dessen schöner Vergleich des neuen Kitts mit einem getunten Auto der MTV-Show Pimp my Ride stimmt genauso wie die Tatsache, dass der neue Kitt  nerviger, klugscheißender und uncooler ist als der alte. Aber der rote Streifen an der Nase des Wagens ist glücklicherweise geblieben, Kitts Stimme hingegen nicht. David Hasselhoff wurde indes durch JUSTIN BRUENING ersetzt.

Kitt ist außerdem moderner geworden, aus einem Pontiac Trans Am wurde ein Ford Mustang Shelby GT500. Dieser kann sich verwandeln, er kann sich dank nanotechnologischer Fortschritte im Handumdrehen selbst reparieren und somit auch – wie im Pilotfilm mehrfach gezeigt – vor Kugeln schützen und bei Crashs unzerstörbar sein. Aber leider ist Kitt viel weniger Kult, genauso wie die Serie nicht mehr so kultig wirkt. Das liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass die Helden der Jugend in einem Revival nicht mehr den früheren Kultcharakter erreichen können. Immerhin hatte David Hasselhoff noch seinen Auftritt im Film. Er stellte sich seinem Sohn, dem neuen Michael Knight, vor, sagte ihm ein paar pathetische Worte und verschwand. Zum Ende gibt’s dann auch wieder den Original-Soundtrack, wenn auch etwas gepimpt, und die fahrende Truckgarage.

Insgesamt wirkt die Neuauflage der früheren Pflichtserie – zumindest für die Coolen – softer, emotionaler und pathetischer als der Ursprüngling. Superman und Parker Lewis schweben irgendwie mit. Kitt und sein Herrchen haben sich angepasst – an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und an die Zielgruppe, die zwar gleich alt aber ganz anders sozialisiert ist. Gleich zu Beginn wird der neue Held Bruening mit zwei Frauen im Bett gezeigt und knutscht am Ende auch noch mit seiner alten Jugendliebe. Romantik der Moderne eben. Zudem ist die ermittelnde Polizistin lesbisch.

Das Grundprinzip ist hingegen geblieben, aber die Serie ist eben mehr Show, dafür weniger kultig geworden. Kult kann sich jedoch natürlich noch entwickeln. Dank des Sounds und des roten Streifens bei Kitt kann man auch jetzt noch in den alten Lederjacken-Zeiten schwelgen. Wer das möchte, muss sich entweder Samstagnachmittag vor die Glotze hocken oder das Netz durchforsten. Suchwort: Knight Rider

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